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Deutsche Eliten

Die wahre Parallelgesellschaft

Die Kluft zwischen Arm und Reich hat in Deutschland massiv zugenommen. Verantwortlich dafür sind Entscheidungen der Eliten. Daher ist es wichtig, wie sich die Eliten sozial rekrutieren und wie sie über soziale Gerechtigkeit und Steuerpolitik denken. Dazu präsentiert Michael Hartmann neue Erkenntnisse auf Basis einer 2012 durchgeführten umfangreichen Eliten-Studie. Die wesentliche Resultate lauten:

  1. Die Eliten kommen zu fast zwei Dritteln aus den oberen drei bis vier Prozent der Bevölkerung.
  2. Die Eliten empfinden die Gesellschaft im Vergleich zur Bevölkerung als weit weniger ungerecht.
  3. Je exklusiver die Herkunft der Eliten ist, desto größer fällt der Unterschied zwischen ihrer Meinung und der der Bevölkerungsmehrheit aus.

Referent:

Prof. em. Dr. Michael Hartmann

geb. 1952, ist Professor i.R. für Soziologie an der TU Darmstadt. Er hat Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Geschichte und Germanistik studiert, 1976 den M.A. gemacht, 1979 promoviert und sich 1983 habilitiert. Er war u.a. Forschungsstipendiat der DFG. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Eliten-, Management- und Hochschulforschung im internationalen Vergleich.

Die letzten Buchveröffentlichungen: „Der Mythos von den Leistungseliten“, Frankfurt a. M. 2002; „Elitesoziologie“, Frankfurt a. M. 2004; „Sociology of Elites“, London 2006; „Eliten und Macht in Europa“, Frankfurt a. M. 2007; „Soziale Ungleichheit – Kein Thema für die Eliten?“ Frankfurt a. M. 2013.

2002 erhielt er den Thyssen-Preis für den besten sozialwissenschaftlichen Aufsatz des Jahres, 2010 den für den zweitbesten sozialwissenschaftlichen Aufsatz des Jahres und 2008 den Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie.

29. Februar 2016
18:00 Uhr

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Karoline Riplinger
Telefon: 0681 - 906 26 - 19

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