Archiv (Audio on demand)

Die 11400 aus Frankreich deportierten jüdischen Kinder

Vortrag zur Ausstellung "Sonderzüge in den Tod. Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn"

Die Ausstellung über die deutschen und österreichischen jüdischen Kinder ist nur ein kleiner Teil der sehr umfangreichen Ausstellung über die 11 400 jüdischen Kinder, die aus Frankreich deportiert wurden.
Warum wollten wir in der Ausstellung unbedingt die Gesichter und das Schicksal eines jeden Kindes wieder aufleben lassen? Warum haben die zahlreichen Besucher nach 60 Jahren diesen ermordeten Kindern wieder in die Augen schauen können? Wahrscheinlich weil das Morden dieser tausender Kinder in einem Land wie Frankreich und der Tod von eineinhalb Millionen jüdischen Kindern auf dem europäischen Kontinent eine Erklärung fordert von den Bürgen, die heute in einem friedlichen Europa leben können. Dieser unermessliche Mord konnte nur durchgeführt werden durch einen übertriebenen Nationalismus, durch totalitäre Ideologien und einen unbegrenzten Rassismus und Anti-Judaismus.
Europa muss sich heute fern halten von grossen Krisen, den Extremen und der Gewalt. Es muss ein Raum sein, in welchem die Würde des Menschen respektiert wird, man das Leben des Anderen achtet und für die Erhaltung des Friedens eintritt.

ReferentIn:

Beate Klarsfeld

Beate Klarsfeld

Beate Klarsfeld

15. Dezember 2010
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland,
Bismarckstr. 99,
66121 Saarbrücken

Vortrag am Miitwoch, 15.12.2010

Villa Lessing

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