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Die Bedeutung von Klassengröße für Schule und Unterricht

In der deutsprachigen Schulforschung wurde lange davon ausgegangen, dass die Klassengröße eine für den Schulerfolg nicht bedeutsame Variable darstellt. Im Gegensatz dazu widerlegen aktuelle Forschungsvorhaben aus den USA und England diese Annahme mit zum Teil sehr klaren Befunden bezüglich einer deutlich positiveren Leistungsentwicklung von Schülern in kleinen Klassen. Der vorliegende Beitrag trägt dazu bei, diese bislang in Deutschland kaum oder nicht rezipierten internationalen Forschungsergebnisse darzulegen. Dabei wird deutlich, dass in der Grundschule insbesondere sozial benachteiligte sowie leistungsschwache Schüler profitieren, sofern diese über einen längeren Zeitraum in der kleinen Klasse lernen. Allerdings kann nicht erwartet werden, dass sich diese Vorteile automatisch einstellen; vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass die Vorteile kleiner Klassen durch einen veränderten bzw. an die Klassengröße angepassten Unterricht vermittelt werden - geschieht dies hingegen nicht, erweisen sich große Klassen als deutlich günstiger. In diesem Kontext werden ausgewählte Ergebnisse einer explorativen Fragebogen-Studie an Grundschulen geschildert, die sich mit dem Unterricht in kleinen und großen Klassen beschäftigt.

ReferentIn:

Dr. Grit im Brahm

Dr. Grit im Brahm

geb. 1975 in Wuppertal,

seit 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Schulforschung & -pädagogik an der Ruhr-Universität. Im Februar 2005 Promotion zu dem Thema »Die Bedeutung der Klassengröße für Schule und Unterricht«

11. Dezember 2006
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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