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Die Entwicklung der Integration

Deutschland bindet Zuwanderer seit der Anwerbungszeit 1955-73 besser in Arbeit und Betriebe ein als viele Nachbarstaaten. Positiv ist insbesondere die Mitwirkung in Betriebsräten und Gewerkschaften. Auch die Wohnsegregation ist sehr viel geringer als in Frankreich oder den Niederlanden. Dagegen sind die Einbürgerungsraten nach wie vor niedriger als in anderen Ländern, und sinken wegen neuer Hürden noch. Das beeinträchtigt das Gefühl endgültiger Zugehörigkeit. Probleme gibt es auch bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse und bei Beschränkungen bei der Arbeitsaufnahme. Bevor an neue Integrationsprojekte gedacht wird, sollten daher zunächst die Einschränkungen bei der Selbstentfaltung der Einwanderer beseitigt werden.

ReferentIn:

Prof. Dr. Dietrich Thränhardt

Prof. Dr. Dietrich Thränhardt

Prof. Dr. Dietrich Thränhardt

Universität Münster, Institut für Politikwissenschaft. 2008/09 Fellow an der Transatlantic Academy, Washington, Verfasser von “Geschichte der Bundesrepublik Deutschland”, “Europe – a New Immigration Continent” und vieler weiterer Bücher und Aufsätze zu Migration und Integration in Deutschland, den Niederlanden, Japan und Europa.

08. August 2011
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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