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Die Faszination des Fußballs

Historische Reflexionen über den kulturellen Wert einer Sportart

Worauf beruht die Anziehungskraft des Fußballs? Nicht allein auf der Einfachheit seiner Spielidee und der Schönheit des Spiels, sondern vor allem darauf, daß er zu einem Kulturgut veredelt werden kann. Die Fähigkeit zu kultureller Werthaltigkeit fußt auf dem Umstand, daß der Fußballsport die besondere Fähigkeit besitzt, kollektive Identitäten zum Ausdruck zu bringen - sei es die Beheimatung in einem Stadtviertel zu Beginn seiner Karriere, sei es das Bekenntnis zu regionaler Zugehörigkeit seit den 1930er Jahren, sei es die Zugehörigkeit zur Nation im Verlaufe der Nachkriegszeit. Der Vortrag geht mittels ausgewählter Beispiele die wichtigsten Stationen vor allem der deutschen Fußballgeschichte nach, von den Anfängen zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

ReferentIn:

Prof. Dr. Wolfram Pyta

Prof. Dr. Wolfram Pyta

Prof. Dr. Wolfram Pyta

geb. 1960, ist seit April 1999 Leiter der Abteilung für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart und seit 2001 Direktor der „Forschungsstelle Ludwigsburg“ zur NS-Verbrechensgeschichte. Seine derzeitigen Forschungsaktivitäten decken den Zeitraum vom frühen 19. Jahrhundert bis zur aktuellen Zeitgeschichte ab. In methodischer Hinsicht zielen die Forschungsschwerpunkte darauf ab, Politik- und Kulturgeschichte systematisch zu verbinden, um auf diese Weise die Transformation kulturell-symbolischen Kapitals in politisches Entscheidungshandeln in den Blick zu nehmen. Diese Verknüpfung von Herrschaftsanspruch und symbolischen Repräsentationsleistungen ist auch Gegenstand einer Studie über die Herrschaft Hindenburgs von 1914 bis 1934, die im September 2007 als Monographie erschienen ist und für die er 2009 den "Landesforschungspreis für Grundlagenforschung des Landes Baden-Württemberg erhielt.

11. April 2011
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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