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Die Flucht in den Hass

Vom Antijudaismus zum Antisemitismus

Wir möchten Sie zu einem Vortrag einladen, der im Rahmen der Ausstellung „Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?" stattfindet. Die Ausstellung wird gezeigt vom 25.05. - 23.06.2010.

Der Referent, Dr. Julius Schoeps übermittelte uns folgende Information zu seinem Vortrag.

„Der Vortrag sucht Antworten auf die Fragen:

Wie hatte es dazu kommen können, dass eine Kulturnation im Herzen Europas der Barbarei verfiel?

War es nur die logische Konsequenz der biologisch begründeten Rassenideologie, die sich zu einer Rassenmythologie gesteigert hatte?

Oder waren es schlicht die Wahnideen eines Verrückten, der Subalterne aller Ränge und Schichten dazu gebracht hatte, fabrikmäßig zu morden?"

 

 

Prof. Dr. Julius Schoeps

Geboren am 1. Juni 1942 in Djursholm/Schweden. 1948 Rückkehr mit den Eltern aus dem Exil in das Nachkriegsdeutschland.1963 Abitur. Studium der Geschichte, Geistesgeschichte, Politik- und Theater-wissenschaft in Erlangen und Berlin. Während des Studiums Volontariate in Verlagen (u. a. Ullstein/Propyläen), 1969 Promotion, Tätigkeit als Verlagslektor (C. Bertelsmann), 1973 HabilitationUniversitäre Tätigkeiten: 1974-1991 Professor für Politische Wissenschaft und Gründungsdirektor des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität/Gesamthochschule Duisburg, 1991 -2006 o. Professor für Neuere Geschichte (Schwerpunkt deutsch-jüdische Geschichte) an der Universität Potsdam. Seit 1992 Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam. Seit 2001-2006 Sprecher des Graduiertenkollegs „Ha Makom" an der Universität Potsdam. Gastprofessuren in New York, Oxford, Seattle, Tel Aviv und Budapest. Außeruniversitäre Tätigkeiten: Seit 1970 tätig als Publizist für verschiedene Zeitungen (u. a. ZEIT, FAZ, NEUE ZÜRCHER, SPIEGEL, WELT, TAGESSPIEGEL) sowie für verschiedene Rundfunk- und Fernsehanstalten. Seit 1984 Vorsitzender der Gesellschaft für Geistesgeschichte. Von 1993 bis 1997 nebenamtlich Gründungsdirektor des Jüdischen Museums der Stadt Wien. Seit 1995 Gründungsdirektor der Moses Mendelssohn Akademie und des Berend Lehmann Museums für jüdische Geschichte und Kultur in Halberstadt. Berater- und Herausgebertätigkeit für verschiedene deutsche Verlage. Ausstellungen. Mitglied des P.E.N.-Zentrums.

Vortrag

Villa Lessing

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