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Die Geschichte der Deutschen Frauenbewegung

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts kämpfen Frauen der westlichen Hemisphäre in kollektiver Weise für mehr Gleichberechtigung. Zwar gab es schon einzelne Frauen, die auch aus heutiger Sicht als emanzipiert bezeichnet werden können und die sich männlicher Vorherrschaft widersetzten, doch kollektive Bewegungen waren dies nicht.
In der Fachliteratur wird dabei zwischen drei Wellen unterschieden: Die Feministinnen der erste Welle vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg kämpften in Deutschland für die Einführung des Frauenwahlrechtes, das Rechtes auf Erwerbstätigkeit und auf Bildung. Nach einem Wellental in der Zeit des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit setzte 1968 eine zweite Mobilisierungswelle ein, die sich besonders für die Aufhebung des Abtreibungsverbotes engagierte. Als Beginn der dritten Welle wird das vergangene Jahrzehnt angesehen mit der Einbeziehung des „männlichen Konzeptes“ als Gegenstand. Ihr Einfluß zeigt sich in der Berücksichtigung von Gender-Fragen in Entscheidungen der öffentlichen Verwaltungen bis hin zum Diskriminierungsverbot Homosexueller.
Kristina Schulz wird in ihrem Vortrag einen Überblick geben über die inhaltlichen Differenzen innerhalb der drei Phasen sowie ihre Erfolge und Mißerfolge.

ReferentIn:

Dr. Kristina Schulz

Dr. Kristina Schulz

Dr. Kristina Schulz

ist wissenschaftliche Oberassistentin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Lausanne. Dort lehrt sie Frauen- und Geschlechtergeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Ihre Promotion (erschienen 2002 bei Campus) trug den Titel: Der lange Atem der Provokation. Die Frauenbewegungen in der Bundesrepublik und in Frankreich.

01. Dezember 2008
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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