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Die polnische Parallelgesellschaft im deutschen Reich

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Die Lebenssituation und die Integration von Migranten, die als Arbeitskräfte kamen und anders als geplant dauerhaft blieben, sind ein aktuelles und historisches Thema nahezu aller modernen Gesellschaften. Auch in Deutschland gab es sie seit dem 19. Jahrhundert. Viele Probleme sind trotz schnellen ökonomischen und sozialen Wandels seit dem Kaiserreich gleich oder ähnlich geblieben, auch wenn die Konstellationen sich nie gleichen. Einige interessante historische Streiflichter dazu bietet das Ruhrgebiet. Es war seit dem 19. Jahrhundert eine Einwanderungsregion besonderer Art - mit Ansätzen zu einer polnischen Parallelgesellschaft und auch nationalistischen  Warnungen, dass sich „Deutschland abschafft“.

ReferentIn:

Prof. Dr. Christoph Kleßmann

Prof. Dr. Christoph Kleßmann

Prof. Dr. Christoph Kleßmann

geb. 1938. Studium der Geschichte, klassischen Philologie und Politik in Göttingen, München und Tübingen. Von 1967 bis 1970 war er wiss. Mitarbeiter des Ostkollegs in Köln; von 1970 bis 1976 wiss. Assistent an der Ruhr-Universität Bochum und von 1977 bis 1992 Professor für Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld. Von 1993 bis 2004 lehrte er an der Universität Potsdam und 1996 bis 2004 war er zudem Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung, Potsdam. Kleßmann hatte Gastwissenschaftleraufenthalte in Warschau, Paris, Leipzig, Bloomington/Indiana und Oxford. Seit 2004 ist er emeritiert.

Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre: deutsche und polnische Geschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere der NS-Zeit, der Bundesrepublik und der DDR. Publikationen zum Thema u.a.: Polnische Bergarbeiter im Ruhrgebiet 1870-1945, Göttingen 1978; und zahlreiche Aufsätze zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

28. November 2011
19:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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