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Einblicke in die Nanowelt

Chancen und Risiken einer neuen Dimension

Die Nanotechnologie wird oft als eine der Zukunftstechnologien bezeichnet mit potenziellen Anwendungen in fast allen Lebensbereichen der Menschen. Der Vortrag gibt zunächst einen Überblick zu diesen Feldern. Vertieft diskutiert wird anschlies­send die Herstellung und biotechnologische sowie medizinische Anwendung von Nano­partikeln – das sind Teilchen mit einem Durchmesser zwischen etwa 100nm und 1nm (1nm = 10-9m), grob gesprochen also etwa ein tausendstel des Durch­messers eines Haares. Solche Nanopartikel haben großes Potenzial zur Erkennung von Erkrankungen wie Krebs oder Hepatitis im Frühstadium, zum sog. „screening“, d.h. Schnelltests auf eine große Zahl von Viren und anderen Krankheitserreger und zur therapeutischen Behandlung durch z.B. lokale Wärmeerzeugung im Körper (Hyper­thermie). Abschließend werden auch Gefahren beleuchtet, die mit der Her­stellung, dem Handling und der Anwendung solcher Partikel verbunden sein können.

ReferentIn:

Prof. Dr. Günter Reiss

Prof. Dr. Günter Reiss

Prof. Dr. Günter Reiss

geb. 1956, ist Professor für Experimentalphysik mit den Schwerpunkten Dünne Schichten und Nanostrukturen an der Universität Bielefeld und Leiter der Arbeitsgruppe „Thin Films and Physics of Nanostructures“ am Centrum für Biotechnologie / Institut für Biophysik und Nanowissenschaften der Universität Bielefeld. Zuvor war er von 1992 - 1997 Mitarbeiter des Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden und von 2005-2007 Dekan der Fakultät für Physik der Universität Bielefeld. 1994 erhielt er den Gaede-Preis der Deutschen Vakuumgesellschaft. Ausgewählte Veröffentlichungen: „ Biased quasi ballistic spin torque magnetization reversal“, gemeinsam mit S. Serrano-Guisan, K. Rott, J. Langer, B. Ocker, H. W. Schumacher, Phys. Rev. Lett. (in Druck); „Magnetic Tunnel Junctions“, gemeinsam mit J. Schmalhorst, A. Thomas, A. Hütten, S. Yuasa:, Springer Tracts in Modern Physics 227, 2008; „Magnetic vortex core reversal by excitation with short bursts of an alternating field“, gemeinsam mit B. Van Waeyenberge, A. Puzic, H. Stoll, K.W. Chou, T. Tyliszczak, R. Hertel, M. Fähnle, H. Brückl, K. Rott, I. Neudecker, D. Weiss, C. H. Back, G. Schütz: Nature 444, 2006.

30. März 2009
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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