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Eine kurze Geschichte meiner Philosophie

Philosophen, die nicht nur ihre philosophischen Denkmuster, sondern auch die ihnen anhaftenden lebensgeschichtlichen Irrtümer Revue passieren lassen, sind selten. Ágnes Heller tut beides. In ihrem Vortrag wird sie ihren geistigen Weg – mit allen Unebenheiten – noch einmal nachvollziehen und dadurch Einblick in ihre philosophische Werkstatt gewähren. In offener und bisweilen leicht ironischer Selbstkritik wird sie ihren Werdegang skizzieren und sich an Meilensteine und Wendepunkte ihrer Entwicklung erinnern – geprägt von entschlossener Zuversicht auch unter schwierigsten äußeren Bedingungen. Dabei ist das eigenständige Durchdenken konstant ihr Impulsgeber geblieben, denn alles andere ist für diese große Philosophin verlorene Zeit.

Der Vortrag steht im Kontext der Ausstellung „KZ überlebt.“ Ein Fotoprojekt von Stefan Hanke.

Im Rahmen der Veranstaltung gibt es einen Büchertisch der Buchhandlung St. Johann

Referentin:

© Mediendesign Wien

Prof. Dr. Ágnes Heller

studierte Philosophie und war lange Zeit Assistentin von Georg Lukács. Gemeinsam mit ihrer Mutter entging sie dem Holocaust in Budapest nur knapp. Ihr Vater und viele Verwandte wurden ermordet. Sie beteiligte sich aktiv an der ungarischen Revolution von 1956. Nach langer politischer Unterdrückung emigrierte sie 1977 als Professorin für Soziologie nach Melbourne. 1986 wurde sie Nachfolgerin von Hannah Arendt auf deren Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in New York. Ágnes Heller lebt heute in Budapest.

03. September 2018
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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