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Filmvorführung & Werkstattgespräch

"Kortnergeschichten" (1980, 45 Min.)

Er besaß den Ruf des Schwierigen. Er war ein Besessener der Bühne, oft auch ein Berserker. Der Schauspieler und Regisseur Fritz Kortner hat mit seiner Persönlichkeit und mit seinen Inszenierungen das deutschsprachige Vor- und Nachkriegstheater geprägt. Kortner forderte von Mitarbeitern und Schauspielern immer das Maximum. "Er hatte gegen das Mittelmaß eine wahrhaftige Idiosynkrasie", erzählt Helmuth Lohner in Marcel Ophüls' Porträt des jüdischen Theatermanns, in dem auch Hans-Christian Blech, Martin Held sowie Johanna Kortner-Hofer, Kortners langjährige Ehefrau, zu Wort kommen. "Kortnergeschichten" ist das anekdotische Kaleidoskop eines Lebens zwischen Vertreibung und Triumph.

Im Anschluss an den Film folgt ein Werkstattgespräch mit Marcel Ophüls, das von Urs Spoerri moderiert wird.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Tickets können im Vorverkauf über das Filmfestival Max Ophüls Preis bestellt und abgeholt werden.

Kooperation mit dem Filmfestival Max Ophüls Preis und der Heinrich Böll Stiftung Saar.

Marcel Ophüls wurde 1927 in Frankfurt/Main als Sohn des berühmten Filmregisseurs Max Ophüls geboren. Er lebt als Filmemacher und Dokumentarfilmer in Frankreich. Seine filmischen Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er den Oscar für seinen Dokumentarfilm "Hotel Terminus" über den Kriegsverbrecher Klaus Barbie.

20. Januar 2016
18:00 Uhr bis
20:00 Uhr

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Filmvorführung

Dr. Verena Paul
Telefon: 0681 - 906 26 - 24

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