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Gleichheit, Freiheit, Leben

Geschichte der Menschenwürde

Seit der Gründung der Vereinten Nationen wird der Würdebegriff im Kontext der internationalen Menschenrechte verwendet. Im Vortrag soll seine wachsende Bedeutung herausgearbeitet werden, indem seine unterschiedlichen inhaltlichen Dimensionen diskutiert werden: Es geht zunächst um die basale Wertgleichheit und rechtliche Gleichstellung aller Menschen, dann um ihre prinzipiellen Fähigkeiten, ihr Leben in überlegender Weise selbst zu bestimmen, und schließlich geht es um einen „angemessenen Lebensstandard“. Das in den Menschenrechtsverträgen angesprochene „Bewusstsein der Würde“ erlaubt so jedem Menschen die gleiche Selbstachtung als anerkannter Träger von Menschenrechten, ein Bewusstsein individualisierender Freiheit und eine selbstverantwortliche Sorge, sein „Leben in Würde“ zu führen.

Referent:

Prof. em. Dr. Georg Lohmann

Prof. em. Dr. Georg Lohmann

ist seit 1. Okt. 2013 emeritierter Professor für Praktische Philosophie der Otto-von-Guericke University Magdeburg und leitendes Mitglied der dortigen Arbeitsstelle für Menschenrechte. Er studierte Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaften in Bochum, Frankfurt/Main, München Heidelberg und an der London School of Economics. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Sozialphilosophie, Ethik, angewandten Ethik und politischen Philosophie, speziell zu Menschenrechten und Menschenwürde. DFG-Fachgutachter für Praktische Philosophie.

20. März 2017
18:00 Uhr

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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