Archiv (Audio on demand)

Gibt es einen neuen Rechtsradikalismus?

Seit Ende der 1990er Jahre dominierte die NPD gut ein Jahrzehnt lang die extrem rechte Szene in Deutschland, doch das ist vorbei. Aufgrund interner Konflikte hat die NPD zahlreiche Kader an radikale, militante Neonazi-Kameradschaften verloren, außerdem gibt es im Spektrum des harten Rechtsextremismus inzwischen zwei neue Parteien: Die Rechte und Der III. Weg. Daneben sind mit Pegida, AfD und unzähligen lokalen Anti-Flüchtlingsgruppen neuartige Akteure auf die politische Bühne getreten. Was unterscheidet sie vom gewohnten Rechtsextremismus? Worin ähneln sie ihm? Und von wem droht die größte Gefahr? Und überhaupt:
Welche Modernisierungstendenzen sind im extrem rechten Spektrum zu beobachten? Und welche Rolle spielen soziale Netzwerke und das Internet bei Propaganda, Mobilisierung und Radikalisierung?

Referent:

© Detlef Eden

Toralf Staud

geb. 1972, studierte Journalistik und Philosophie in Leipzig und Edinburgh. Von 1998 bis 2005 war er Redakteur im Politikressort der ZEIT, heute lebt er als freier Journalist und Buchautor in Berlin. Sein Buch „Moderne Nazis“ (Kiepenheuer&Witsch 2005) analysierte den Aufstieg der NPD und fand ein breites Medienecho. Für die ZEIT hat er 2008 das Online-Portal www.netz-gegen-nazis.de mitaufgebaut, sein Ratgeber „Das Buch gegen Nazis“ (mit Holger Kulick, KiWi/Bundeszentrale für politische Bildung 2009) erreichte mehrere Auflagen. Zuletzt erschien „Neue Nazis. Jenseits der NPD: Populisten, Autonome Nationalisten und der Terror von rechts“ (KiWi 2012). Im Jahr 2012 wurde er mit dem Otto-Brenner-Preis für Kritischen Journalismus ausgezeichnet.

16. Januar 2017
18:00 Uhr

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

 Anhören