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Hans Scholl – Vom HJ-Führer zur Weißen Rose

Vortrag im Rahmen der Ausstellung "Die Weiße Rose. Gesichter einer Freundschaft"

Hans Scholl (1918-1943), Student der Medizin und Sanitätssoldat, ist als Mitglied der Münchner „Weißen Rose“ eine herausragende Symbolfigur für den Aufstand des moralischen Gewissens gegen das verbrecherische NS-Regime. Seine Schwester Sophie und er wurden (mit anderen) 1943 in München hingerichtet.

Als Jugendlicher war Hans Scholl in Ulm ein begeisternder HJ-Führer. Wie ist sein Sinneswandel zum aktiven Gegner des NS-Regimes zu erklären? Hans Scholl war als HJ-Führer zugleich Anhänger einer bürgerlich-jungenschaftlichen Jugendkultur, die das NS-Regime als „bündische Umtriebe“ heftig bekämpfte. Das sollte ihm dies zum Verhängnis werden.

Ein Prozess vor dem Stuttgarter Sondergericht 1937/38, von dem hier aus den Akten berichtet wird, zeigt zum ersten Mal die Hintergründe, die den Wendepunkt im Leben von Hans Scholl herbeiführten.

ReferentIn:

Prof. Dr. Ulrich Herrmann

Prof. Dr. Ulrich Herrmann

Prof. Dr. Ulrich Herrmann

geb. 1939 in Velbert/Rhld., Studium der Germanistik, Geschichtswissenschaft, Pädagogik, Philosophie und Politikwissenschaft an den Universitäten Heidelberg und Köln. 1968 Promotion, 1975 Habilitation für das Fach Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen. Dort 1976-1993 Professor für Allgemeine und Historische Pädagogik, 1994-2004 an der Universität Ulm Professor für Schulpädagogik. Lehraufträge an den Universitäten Bern, Zürich und Potsdam, Mitglied des Gründungssenats der Universität Potsdam. Mehrere Jahre Mitglied der Jury des Saarländischen Schulpreises. Redaktionsmitglied der baden-württembergischen Lehrerzeitschrift „Lehren und Lernen“. Derzeitige Arbeitsschwerpunkte: Bildungspolitik und Schulentwicklung, Jugendkulturen im 20. Jahrhundert, Neurowissenschaft und Lernen.

10. Februar 2014
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Saskia Guthörl
Telefon: 0681 - 906 26 - 22

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