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Historische Sportschau zur Geschichte des Frauenfußballs

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Verlacht, verboten und gefeiert. Zur Geschichte des Frauenfußballs"

Frauen- und Mädchenfußball boomt. Der DFB zählt inzwischen eine Million weibliche Mitglieder.  Die Frauenfußballnationalelf ist längst Aushängeschild geworden. Sechs Europameister- und zwei Weltmeistertitel zeigen die Erfolgsgeschichte.

Deutschlands Kickerinnen sind Spitze, und Fußballspielen ist inzwischen für die meisten Mädchen und Frauen ganz selbstverständlich. Das war nicht immer so. Lange Zeit wollten die Männer beim  Fußball unter sich bleiben. Abenteuerliche sittliche und fragwürdige medizinische Gründe wurden ins Feld geführt. Den Moralhütern im wilhelminischen Deutschland um 1900 etwa galten Spreiz- und Grätschbewegungen der Frau, Hiebe und Stöße der Beine als sittenwidrig und “indecent”. Sie befürchteten, dass dadurch die weiblichen Geschlechtsorgane aus ihrer Lage gebracht werden könnten. Die Emanzipationsgeschichte des Frauenfußballs ist dornenreich und gepflastert von Spott, Behinderungen und Verboten. 1955 verbietet auch der DFB den Frauen das Fußballspielen. Sie spielen dennoch weiter, abseits des Fußball-Bundes, auf kommunalen Plätzen und in eigenen Vereinen und Verbänden. Erst 1970 hebt der DFB sein Verbot auf, an Förderung ist jedoch lange Zeit nicht zu denken. Erst mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1989 setzt bei den Fußballfunktionären ein Umdenken ein und eine rasante Erfolgsgeschichte nimmt seinen Lauf.


Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Verlacht, verboten und gefeiert“ statt. Diese Ausstellung, die 2005 in Aachen ihre Premiere erlebte und seither bereits in mehr als 30 Orten zu sehen war, will einerseits in Text und Bild Kultur und Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland nachzeichnen, andererseits aktuelle Entwicklungen des Frauen- und Mädchenfußballs dokumentieren. Sie wird gezeigt bis 22. Mai 2009 im Hause der Stiftung Demokratie Saarland, Bismarckstr. 99,

 

 

Programmablauf:

 

Frau Margret Kratz, Verbandssportlehrerin des Saarländischen Fußballverbandes wird mit einigen Spielerinnen des 1.FCS anwesend sein und kurz über den Frauenfußball im Saarland berichten.

 

„Historischen Sportschau zur Geschichte des Frauenfußballs“

 

Mit einem gut einstündigen Multimedia-Vortrag wird Eduard Hoffmann, einer der Autoren, informativ und unterhaltend in die Ausstellung „Verlacht, verboten und gefeiert“ einführen.

Für nahezu alle wichtigen Zeitabschnitte der Frauenfußball-Geschichte sind kleine Filmausschnitte aufbereitet, von den Anfängen in England und Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts über Wochenschauen aus den 50ern bis zur Endspiel-Reportagen der WM 2003 und 2007, als die Deutsche Frauenfußball-Nationalelf jeweils Weltmeister wurde.

Ein kurzweiliger Wechsel zwischen hintergründigem Textvortrag mit markanten Zitaten und authentischen Filmeinspielungen wartet auf die Besucher.

Publikationen zusammen mit Dr. Jürgen Nendza:

Die Ausstellung ist geöffnet von Montag - Donnerstag von 08.00 bis 16.00 Uhr

und Freitag von 08.00 - 14.00 Uhr. Eintritt frei!!

ReferentIn:

Eduart Hoffmann

geb. 1956 in Daun, Eifel

 

verheiratet, drei Kinder

 

Studium der Germanistik und Publizistik an der FU Berlin, M.A.

 

arbeitet als Freier Hörfunk-Journalist für die ARD (WDR, DLF/DLR, SWF)

 

Schwerpunkte: Kultur, Sportgeschichte

13. Mai 2009
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland,
Bismarckstr. 99,
66121 Saarbrücken

Vortrag