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Integrationspolitik in Deutschland

Wie ist der aktuelle Stand?

Seit dem Erscheinen des Nationalen Integrationsplans 2007 gibt es in Deutschland eine kontinuierliche Debatte über die Integration von Eingewanderten. Sichtbar ist das Bemühen um Koordination der vormals separat nebeneinander bestehenden politischen Ebenen und Bereiche. Gleichwohl bleibt der Horizont dieser Politik eingeschränkt und begriffsblind. Eine deutsche Besonderheit ist die häufige einseitige Fokussierung auf das Erlernen der Landessprache. Weiterhin herrscht die Förderung von Projekten, wo Strukturen geschaffen werden müssten. Richtig ist die Bezeichnung der neuen Politik als „nachholende Integration“: Zu lange hat der Staat diese Aufgabe vernachlässigt. Verschwiegen wird allerdings, dass gleichzeitig ein jahrzehntelanger öffentlicher Diskurs über Integrationsunfähigkeit großer Gruppen fortgeführt wird, der alle Integrationsbemühungen konterkariert.

ReferentIn:

Prof. Dr. Klaus F. Geiger

Prof. Dr. Klaus F. Geiger

Prof. Dr. Klaus F. Geiger

geb. 1940. Studium der Philologie in Tübingen, Freiburg und Newcastle-upon-Tyne. Deutschlektor in Cork, Übersetzer und Lehrer am Gymnasium. Zweitstudium in Empirischer Kulturwissenschaft in Tübingen, Promotion mit einer Arbeit über militaristische Kioskliteratur. Wissenschaftlicher Assistent im Fach Volkskunde in Göttingen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften an der Universität Kassel; Aus- und Weiterbildung von Pädagogen und Sozialpädagogen im Bereich„Migration/ Interkulturelles Lernen“. Habilitation und apl. Professur in Politischer Soziologie. Seit 2004 im Ruhestand, Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen, kultur- und integrationspolitischen Projekten.

27. Februar 2012
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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