Archiv (Audio on demand)

Irgendwas mit Frauen und Islam

Plädoyer für einen liberalen Islam

Wortstark äußert sich Saïda Keller-Messahli in den Medien und legt sich mit den mehrheitlich konservativen Islamverbänden und deren Funktionären an, die in ihren Augen nicht die Mehrheit der Muslime repräsentieren. Für sie gibt es kein simples „halal“ und „haram“, keine einfache Trennung in „erlaubt“ und „verboten“, sondern den sich dazwischen entfaltenden Facettenreichtum sowie den Menschen, der mündig abwägen muss. Sie lehnt ein Minarettverbot ab, tritt für eine geschlechtergerechte Auslegung des Islams ein und befürwortet ein Burkaverbot, was sie in ihrem Vortrag argumentativ unterlegen wird. 

Aktion 3. Welt Saar e.V.

Kooperation mit Aktion 3. Welt Saar e.V.

Referentin:

© Giorgia Müller

Saïda Keller-Messahli

geb. 1957 in Tunis, studierte an der Universität Zürich Romanistik, Englische Literatur und Filmwissenschaft und ist heute als Journalistin tätig. In ihrem tunesischen Elternhaus erlebte sie Gleichberechtigung und einen toleranten, liberalen Islam, für den sie sich stark engagiert. So gründete sie 2004 das Forum für einen fortschrittlichen Islam, dessen Präsidentin sie ist. In Berlin hat Saïda Keller-Messahli mit Seyran Ates, Abdel-Hakim Ourghi die liberale Ibn Rushd-Goethe Moschee gegründet. 2016 wurde sie mit dem Schweizerischen Menschenrechtspreis ausgezeichnet. In ihrem 2017 erschienenen Buch „Islamistische Drehscheibe Schweiz“ wirft sie einen Blick hinter die Kulissen der Moscheen und zeigt, wie einflussreich islamistische Netzwerke sind.

19. September 2018
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Elena Steinmetz
Telefon: 0681 - 906 26 - 11