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Netzwerke der deutschen Wirtschaft:

Wie das Wirtschaftswunder kam

Am Anfang war Albert Speer. Viele, die in den 50er und 60er Jahren an der Spitze der deutschen Wirtschaft standen, hatten sich in seinem Rüstungsministerium die ersten Sporen verdient. 6000 hochmotivierte Manager, die bis ins Frühjahr 1945 hinein für Hitlers „Endsieg“ kämpften, rückten schon wenige Jahre später in die Führungsetagen der großen deutschen Unternehmen auf.

Der gemeinsame Hintergrund schuf ein Netzwerk, machte sie stark - und anfechtbar zugleich. Nur ungern ließen sie sich an ihre Vergangenheit erinnern. Den Wiederaufbau begriffen sie als ihre zweite Chance.

Die Zahl der wirklich Einflußreichen war immer klein. Man blieb unter sich und pflegte die altbewährten Beziehungen. Von A wie Abs bis Z wie Zangen - das Lebenswerk der „Wundertäter“ erfährt heute eine späte, unvermutete und zum Teil unreflektierte Renaissance und wird von Politikern aller Coleur als vorbildlich gerühmt. Höchste Zeit also, sich der Hintergründe des Wirtschaftswunders und seiner tatsächlichen Gestalter zu erinnern.

(Auszüge aus dem Klappentext des gleichnamigen Buches)

ReferentIn:

Nina Grunenberg

Nina Grunenberg

Nina Grunenberg

geboren 1936 in Dresden, zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten und renommiertesten deutschen JournalistInnen. Von 1961 bis 2001 Redakteurin der ZEIT, jetzt ZEIT-Autorin. Sie veröffentlichte unter anderem die Bücher „Die Chefs“ (1990) und „Wo die Macht spielt“ (2000)

11. Februar 2008
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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