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Neue RhEinsichten in Düsseldorf

Der Düsseldorfer Weg zurück an den Rhein und seine Wirkungen auf Stadtentwicklung, Stadtmarketing und Stadtgestaltung

im Rahmen der Reihe "Erfolgreiche Zukunft für Stadt und Region"

Für die Zukunft unserer Gesellschaft ist es von großer Bedeutung, wie sich unsere Städte entwickeln. Städte müssen essentielle gesellschaftliche Funktionen wie soziale Integration, Versorgung und Schaffung von Identität und Lebensqualität wahrnehmen, auch für die Region. Zudem ist kulturelle und ökonomische Vielfalt städtischen Lebens mit ihren zahlreichen Anreizen unverzichtbar angesichts einer gesellschaftlichen Entwicklung, die mit ihrem Individualismus den gesellschaftlichen Konsens bedroht und gleichzeitig durch Globalisierung die Vielfalt von Lebensformen einebnet.

Krisen von Städten und Regionen sind keine unabwendbaren Folgen gesellschaftlicher und ökonomischer Entwicklungen. Sie sind vermeidbar oder überwindbar, wenn attraktive stadträumliche Verhältnisse geschaffen werden.

Wo sind die Städte, die ein neues Profil gefunden, die Stadt als Lebensform wiedergewonnen haben? Wie haben sie die Renaissance städtischen Lebens erreicht? Wie wirkt sich ihre Qualitätsoffensive aus?
Drei Beispiele: Maastricht, Düsseldorf, Mülheim an der Ruhr.

Mit der Tieflegung der Rheinuferstraße, dem Bau der Rheinuferpromenade und dem Bau des Medienhafens, des Landtages und des Düsseldorfer Stadttors hat sich Düsseldorfs Beziehung zum Rhein grundlegend verändert. Neben den unmittelbar wahrnehmbaren Wirkungen aus den baulichen Veränderungen (besserer Verkehrsfluss für den Autoverkehr, hohe Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer, leichte Durchlässigkeit zwischen Innenstadt und Rhein) haben sich auch mittelbar bedeutsame Wirkungen eingestellt: Das Image der Stadt und ihre Wahrnehmung von außen haben sich positiv verändert, die hier begonnene Diskussion um städtebauliche und architektonische Qualitäten ist erhalten geblieben und hat eine Vielzahl weiterer Projekte qualitativ bestimmt. Und die Auseinandersetzung um die Wertigkeit des Öffentlichen Raumes (gestalterisch und funktional) hat letztlich zu der heute sehr erfolgreichen Initiative des Stadtplanungsamtes "Platz da!" geführt, durch die Bau und Bespielung von Plätzen und Straßen thematisiert werden.

ReferentIn:

Richard Erben

studierte Raumplanung an der Universität Dort- mund; seit 1980 im Planungsamt der Landes- hauptstadt Düsseldorf, ab 1991 Abteilungsleiter Stadterneuerung, ab 1997 Abteilungsleiter Stadt- entwicklung, seit 2002 Leiter des Stadtplanungs- amtes; in dieser Zeit u.a. städtebauliche Beglei- tung der BUGA 1987, der Tieferlegung der Rhein- uferstraße (Planung Rheinuferpromenade) und städtebauliche Planung im Bereich Regierungs- viertel und Hafen.

Deutscher Städtebaupreis 1998 (Walter-Hessel- bach-Preis) für die Rheinufergestaltung Altstadt- ufer Düsseldorf.

21. Juni 2006
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Villa Lessing

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