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Rechte Gewalt und Terrorismus

Bereits zu Beginn der achtziger Jahre haben rechte terroristische Netzwerke mit Anschlägen Aufmerksamkeit gesucht, sind aber weitgehend ohne Nachahmung geblieben. Erst die Anschläge gegen Zuwanderer in den Jahren 1990 bis 1994 haben zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene mobilisiert. Seither rechnen sich etwa 5% der Jugendlichen rechten und fremdenfeindlichen Gruppen zu, mit starken lokalen und regionalen Schwankungen. Den »Kameradschaften« ist es gelungen, das gewalttätige Protestpotenzial gegen Migration und kulturelle Pluralität zu organisieren. Wie kann es sein, dass die Existenz von rechtem Terrorismus über ein Jahrzehnt den Sicherheitsbehörden nicht auffiel? Organisationsschwächen und Kommunikationsblockaden sind ersichtlich, die Konkurrenz unterschiedlicher Vorstellungen von extremistischer Bedrohung ist wahrscheinlich.

ReferentIn:

Prof. Dr. Roland Eckert

Prof. Dr. Roland Eckert

Prof. Dr. Roland Eckert, Universität Trier

geb. 1937, Dr. phil., em. Professor für Soziologie an der Universität Trier. Forschungsschwerpunkte: Jugendcliquen und Schule, Gewalt, Konflikt und Konfliktregulierung, Extremismus. Mitglied in dem Beirat des Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt.

27. August 2012
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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