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Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Europa

Rechtsextremismus, d.h. die Ablehnung der demokratisch-parlamentarischen Ordnung mit dem Ziel der Errichtung einer homogenen ‘Volksgemeinschaft’ auch mit Mitteln der Gewalt, gibt es in allen europäischen Ländern seit 1945. Relativ neu sind hingegen rechtspopulistische Protestbewegungen seit den 1990er Jahren, die ‘nur’ zwischen dem ‘Parteienestablishment’ und dem aus ihrer Sicht moralisch überlegenen, aber von der Elite missachteten ‘Volk’ polarisieren und Ressentiments schüren. Während in Deutschland rechtspopulistische Parteien wie die Schill-Partei wenig Erfolg hatten, sind oder waren sie in anderen Ländern (Norwegen, Dänemark, Österreich, Schweiz) direkt oder indirekt an Regierungen beteiligt.
Karin Priester fragt nach den Hintergründen für den Erfolg des Rechtspopulismus und erörtert die Frage, ob er eine Gefahr für die Demokratie darstellt oder nicht auch ein ‘nützliches Korrektiv’ für die Krisenerscheinungen der Demokratie sein kann.
 

ReferentIn:

Prof. Dr. Karin Priester

Prof. Dr. Karin Priester

Prof. Dr. Karin Priester

geb. 1941, bis 2007 Hochschullehrerin für Soziologie mit Schwerpunkt Politische Soziologie an der Universität Münster. Studium der Romanistik, Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Köln, Aix-en-Provence, Berlin und Florenz. Neuere Veröffentlichungen: Rassismus – Eine Sozialgeschichte, Leipzig 2003; Populismus – historische und aktuelle Erscheinungsformen, Frankfurt/New York 2007; Populismus als Protestbewegung, in: Häusler, A. (Hg.): Rechtspopulismus als ‘Bürgerbewegung’, Wiesbaden 2008; Populismus in den USA und die Tea Party-Bewegung, in: Berliner Debatte Initial, 11, 2011.

05. September 2011
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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