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Rechtspopulismus

Rechtspopulistische Außenseiterparteien fordern die etablierte Politik in vielen europäischen Ländern heraus – inzwischen auch in der Bundesrepublik. In der Veranstaltung soll gezeigt werden, warum es sich dabei nicht nur um eine kurzzeitige Protesterscheinung, sondern ein längerlebiges Phänomen handelt, dessen Ursachen in tiefgreifenden Veränderungsprozessen der heutigen Gesellschaften wurzeln. Ob diese Entwicklung für die Demokratie selbst bedrohlich werden kann, hängt vor allem davon ab, wie die etablierten politischen Akteure und Institutionen mit dem Populismus umgehen und welche Antworten sie auf die Probleme geben, die diesem zugrunde liegen. Sich allein auf die organisatorische Unfähigkeit und Selbstzerstörungskraft der Herausforderer zu verlassen, wäre fahrlässig.

Referent:

Prof. Dr. Frank Decker

Prof. Dr. Frank Decker

geb. 1964 in Montabaur. Von 1983 bis 1988 Studium in Mainz und Hamburg mit Abschluss Diplom-Politologe. 1993 Promotion, 1999 Habilitation. Seit 2001 Professor für Politische Wissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seit 2011 Wissenschaftlicher Leiter der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik.
Wichtigste Publikationen: „Handbuch der deutschen Parteien“, Wiesbaden 2013 (hgg. mit Viola Neu); „Regieren im ‚Parteienbundesstaat‘“, Wiesbaden 2011; „Parteien und Parteiensysteme in Deutschland“, Stuttgart 2011; „Die Verfassung Europas“, Wiesbaden 2009 (hgg. zus. mit Marcus Höreth); „Der neue Rechtspopulismus“, Opladen 2004.

12. Dezember 2016
18:00 Uhr

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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