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Religion und Integration

„Integration“ möchte Ulrich Bielefeld in einem doppelten Sinne verstanden wissen. Daher wird er in seinem Vortrag zunächst nach der allgemeinen Bedeutung von Religion für die Gesellschaft fragen. Denn die Annahme, Religion habe ihre Relevanz auf dieser Ebene in modernen Gesellschaften verloren, darf mittlerweile in Zweifel gezogen werden. In einem nächsten Schritt richtet er sein Augenmerk dann auf das Verhältnis des Einzelnen zur Religion als Glaubensform sowie auf sein Verhältnis zu den Folgen dieses Glaubens für seine gesellschaftliche Integration. Religion, religiöse Zugehörigkeiten und Überzeugungen sind – so die These Ulrich Bielefelds – von sozialer und politischer Bedeutung.

Referent:

PD Dr. Ulrich Bielefeld

geb. 1951. Von 1982 bis 1987 war er am Institut für Soziologie der TU Darmstadt und beratend beim Europarat in Straßburg tätig. 2001 war Ulrich Bielefeld Gastwissenschaftler am Maison de Science de l‘Homme (Paris). Seit 1989 wirkt der Soziologe am Hamburger Institut für Sozialforschung, wo er bis 2012 den Arbeitsbereich „Nation und Gesellschaft“ leitete. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Nation, Kollektives Bewusstsein, politische Gesellschaft sowie Migration. Zudem ist er Autor und Herausgeber zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. „Nation und Gesellschaft. Selbstthematisierungen in Frankreich und Deutschland“ (2003), „Nation, Religion und postsouveräner Staat im Spiegel soziologischer Selbstthematisierungen“, in: Matthias Koenig, Jean-Paul Willaime (Hg.): „Religionskontroversen in Frankreich und Deutschland“ (2008) oder zus. mit Yfaat Weiss (Hg.): „Jean Améry. ‚... als Gelegenheitsgast, ohne jedes Engagement‘“ (2014).

08. Mai 2017
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Dr. Verena Paul
Telefon: 0681 - 906 26 - 24

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