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So sind wir

Ein Familienroman

Wie ist ein Leben nach dem Holocaust möglich? In ihrem Familienroman erzählt Gila Lustiger von ihren Eltern, ihren Großeltern und näheren Verwandten, vom eigenen Heranwachsen zwischen Deutschland und Israel und nicht zuletzt richtet sich ihr Augenmerk auf den Vater Arno Lustiger, dem bekannten Historiker und Auschwitz-Überlebenden, der nach Deutschland zurückkehrte. Mit unverkennbar ironischem Blick nähert sich die Autorin über das Private und Intime der europäischen Geschichte, berichtet von den Gründungsmythen des Staates Israel und der Zeit der Unabhängigkeitserklärung. Virtuos gelingt ihr so aus dem Mikrokosmos ihrer Familie die Erzählung einer Geschichte der europäischen Juden.

Die Lesung steht im Kontext der Ausstellung „KZ überlebt." Ein Fotoprojekt von Stefan Hanke.

Im Rahmen der Veranstaltung gibt es einen Büchertisch der Buchhandlung St. Johann

Referentin:

© Heike Bogenberger

Gila Lustiger

wurde 1963 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte Germanistik und Komparatistik an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1987 lebt sie als freie Autorin und Journalistin in Paris. Ihrem Romanerstling „Die Bestandsaufnahme“ (1995) folgten die Werke „Aus einer schönen Welt“ (1997), „Woran denkst Du jetzt“ (2011) oder der 2015 erschienene Gesellschaftsroman „Die Schuld der anderen“. Außerdem erschien 2005 die Familiensaga „So sind wir“, die auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand.

10. September 2018
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Lesung/Diskussion

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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