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Sollen Roboter über Leben und Tod entscheiden?

Kampfmaschinen der Zukunft und wie man sie verhindern kann

Unbemannte Flugzeuge, seit Jahrzehnten zur Aufklärung benutzt, werden seit 2001 auch mit Waffen ausgerüstet. USA und Großbritannien nutzen sie für ferngesteuerte Angriffe u.a. in Afghanistan und Pakistan, wobei immer wieder auch Unbeteiligte getötet werden. Perspektivisch sollen unbemannte Kampfflug- und -fahrzeuge die anzugreifenden Ziele selbst auswählen, ein Mensch würde nicht mehr entscheiden. Ohne ein internationales Verbot würde sich dieser Trend auf viele Staaten ausweiten, was erhebliche Gefahren für das Kriegsvölkerrecht, die internatio-nale Sicherheit und den Frieden bringen würde. Sowohl Friedensorganisationen als auch Staaten sind beunruhigt. Wie kann ein Verbotsvertrag gestaltet werden?

ReferentIn:

PD Dr. Jürgen Altmann

PD Dr. Jürgen Altmann

PD Dr. Jürgen Altmann

Privatdozent, ist Physiker und Friedensforscher an der Technischen Universität Dortmund. Seit 1985 bearbeitet er wissenschaftlich-technische Probleme der Abrüstung. Ein experimenteller Schwerpunkt liegt bei automatischen Sensorsystemen für die kooperative Verifikation von Abrüstungs- und Friedensabkommen sowie für IAEO-Sicherungsmaßnahmen bei einem unterirdischen Endlager. Einen zweiten Schwerpunkt bilden Militärtechnik-Folgenabschätzung und vorbeugende Rüstungsbegrenzung. Größere Studien befassten sich mit Laserwaffen, Raketenabwehr, Mikrosystemtechnik, Nanotechnik, nicht-tödlichen Waffen und bewaffneten unbemannten Fahrzeugen. Er ist ein stellvertretender Sprecher des International Committee for Robot Arms Control (icrac.net).

08. September 2014
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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