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Sonderpolitikzone Saarland

Das saarländische Parteiensystem passt nicht in die üblichen politischen Raster der Bundesrepublik. Das hat nicht nur die Bildung der Jamaika-Koalition im Jahr 2009 gezeigt, sondern auch die Vorfestlegung auf eine große Koalition vor der Landtagswahl 2012. Deutliche Abweichungen von den Merkmalen des nationalen Parteiensysteme gibt es schon seit Jahrzehnten: bei den Kräfteverhältnissen der politischen Lager, der Zersplitterung des Parteienwettbewerbs, beim Einfluss der wichtigsten sozioökonomischen und konfessionellen Konflikte auf das Wahlverhalten, den ideologischen Distanzen zwischen den Parteien und beim koalitionspolitischen Verhältnis zwischen den Parteien. Der Vortrag zeigt an einigen Beispielen charakteristische Strukturmerkmale der saarländischen „Sonderpolitikzone“ auf.

ReferentIn:

Dr. Daniel Kirch

Dr. Daniel Kirch

Dr. Daniel Kirch

geb. 1982, studierte von 2003-2007 Politikwissenschaft und Medienwissenschaft an der Universität Trier (Abschluss: Magister Artium) und an der American University in Washington D.C.. 2008-2012 Promotion zum Dr. phil. (Politikwissenschaft) an der Universität Trier mit einer Arbeit über die Entwicklung des saarländischen Parteiensystems zwischen 1985 und 2009.

2007 war Daniel Kirch Fester freier Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur dpa in Saarbrücken und absolvierte von 2008-2010 ein Volontariat bei der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt, Hamburg, Brüssel und Berlin. Seit 2010 ist er Redakteur bei der Saarbrücker Zeitung in den Ressorts Politik/Nachrichten und Landespolitik/Region.

23. April 2012
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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