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Verdun 1916

Die Schlacht von Verdun vom 21. Februar bis zum 19. Dezember 1916 zwischen der deutschen und der französischen Armee war die längste Schlacht des Ersten Weltkrieges. Mehr als 300.000 Soldaten kamen ums Leben, weitere 400.000 wurden verwundet, gefangen genommen oder blieben „vermisst“. Die „Hölle von Verdun“, wie die Schlacht schon damals genannt wurde, hatte kein militärisches Ergebnis, die Front verlief am Ende wieder wie zu Beginn der Auseinandersetzung. Sie war ein verbissener Nahkampf mit Flammenwerfern und Gas, unter dem ständigen Stahlgewitter aus tausenden von Geschützen aller Kaliber.
Hundert Jahre nach Verdun sind viele Fragen immer noch offen: Wie kam es zu dieser Schlacht? Warum hat sie fast ein Jahr gedauert? Was waren ihre Besonderheiten gegenüber den anderen Großschlachten des Ersten Weltkrieges und welche Bedeutung hat Verdun im Gedächtnis beider Nationen? Im Fokus des Vortrages von Gerd Krumeich stehen die Planungen der Generalstäbe, die Durchführung durch die Offiziere und das ungeheure Leiden der Soldaten, die Auswirkungen auf die Heimat sowie die Folgen der Schlacht. All dies wird in eine Perspektive gerückt, die uns verstehen lässt, warum Verdun 1916 zum Symbol des Ersten Weltkriegs – aber auch der deutsch-französischen Verständigung – werden konnte.

Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „Verdun – 100 Jahre danach“ statt.

Referent:

Prof. em. Dr. Gerd Krumeich

war von 1990 bis 1997 Professor für Geschichte des Romanischen Westeuropa an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. und von 1997 bis 2010 war er Lehrstuhlinhaber für Neuere Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er ist Mitbegründer des Historial de la Grande Guerre in Péronne (Somme), Mitherausgeber der „Enzyklopädie Erster Weltkrieg“ und Mitglied des Conseil scientifique de la Mission du Centenaire des Président de la République. 1996 wurde Professor Krumeich zum Chevalier dans l´Ordre des Palmes Académiques ernannt. Zudem ist er Verfasser zahlreicher Veröffentlichungen, darunter „Die Deutschen an der Somme 1914-1918. Krieg, Besatzung, Verbrannte Erde“ (2006), „Der Große Krieg: Deutschland und Frankreich im Ersten Weltkrieg 1914-1918“ (2010), „Deutschland im Ersten Weltkrieg“ (2013), „Juli 1914. Eine Bilanz“ (2014) sowie der jüngst erschienenen Publikation „Verdun 1916: Die Schlacht und ihr Mythos aus deutsch-französischer Sicht“ (2016).

07. November 2016
18:00 Uhr

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Dr. Verena Paul
Telefon: 0681 - 906 26 - 24

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