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Vom Atomausstieg zum Bankenausstieg

Raus aus der verrückten Finanzwelt

Die Bilanz von drei Jahrzehnten Finanzmarktkapitalismus fällt katastrophal aus. Von der großen Geldparty haben nur wenige profitiert, während die Mehrheit der Steuerzahler die Zeche bezahlen muss. Thomas Fricke, Chefökonom der Gruner-und-Jahr-Wirtschaftsmedien, fordert ein Ende dieser hochspekulativen Finanzgeschäfte und einen Ausstieg aus dem Bankensystem, wie wir es heute kennen. Dem Atomausstieg sollte nun auch der Bankenausstieg folgen, sagt er. Denn die Luftnummern des Finanzmarktkapitalismus haben gezeigt, wie Unternehmen und ganze Staaten in den Ruin getrieben werden. Weniger Bank ist daher mehr, weshalb die modernen Finanzprodukte auf den Prüfstand zu stellen sind: Wie viel Kredit soll eine Bank vergeben können, so dass es zu keiner Überschuldung und keinem Crash kommt? Außerdem fordert Thomas Fricke: Ein Großteil der Gelder darf nicht mehr in Finanzspekulationen fließen, sondern muss für gesellschaftlich wichtige Aufgaben zur Verfügung stehen. Hierzu gehört nicht zuletzt die derzeit größte globale Herausforderung, der Klimaschutz.

ReferentIn:

Thomas Fricke

Thomas Fricke

Thomas Fricke

geb. 1965, ist seit Dezember 2013 Chief Economist der European Climate Foundation und leitet seit 2007 das Internetportal WirtschaftsWunder. Er war von 2002 bis 2012 Chefökonom der Financial Times Deutschland. Fricke hat in Aachen und Paris Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft studiert. Nach seinen Abschlüssen am Institut d’Etudes Politiques de Paris und an der Université Paris I – Sorbonne arbeitete er zunächst als Deutschland- und Osteuropa-Experte beim Pariser Konjunkturforschungsinstitut OFCE. Anschließend begann er seine journalistische Karriere beim Berliner Tagesspiegel. Als Wirtschaftsjournalist arbeitete er danach bei der Wirtschaftswoche und beim Manager Magazin in Hamburg, wo er die monatliche Kolumne „Perspektiven“ schrieb. Im März 2013 erschien sein Buch „Wie viel Bank braucht der Mensch?“.Im Juni 1998 erhielt er den Deutsch-französischen Journalistenpreis, im Februar 2013 den Preis für Wirtschaftspublizistik der Keynes-Gesellschaft.

23. Februar 2015
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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