Lesung mit Dialog Polen nach der Wahl

Und nun?

Am 13. Oktober haben die Menschen in Polen beide Kammern des Parlaments neu gewählt. Führende Kraft ist weiterhin die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Sind damit die Weichen für die politische Zukunft unseres Nachbarlands gestellt – mit Folgen auch für Deutschland und die Europäische Union? In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Meinungsverschiedenheiten zwischen der polnischen Regierung und der Bundesregierung sowie EU-Organen. Dabei ging es um Fragen der europäischen Migrationspolitik, das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg, aber auch um die Gefährdung einer unabhängigen Justiz in Polen, weshalb die EU-Kommission ein Verfahren zum Schutz polnischer Richter vor politischer Kontrolle eingeleitet hat.

Gut sechs Wochen nach der Wahl in Polen werden wir das Wahlerergebnis analysieren und darüber diskutieren, welche Auswirkungen für die polnische Politik und die polnische Gesellschaft zu erwarten sind und welche Folgen die Wahlentscheidung für das polnisch-deutsche Verhältnis sowie für Polens künftige Rolle in der EU voraussichtlich haben wird.

18:00 Uhr: Begrüßung durch Brigitte Juchems
Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Rheinland-Pfalz / Saarland

18:10 Uhr: Vortrag von Dr. Ernst Hillebrand
Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Warschau

18:30 Uhr: Historisch-politischer Kommentar von Prof. Dr. Dieter Bingen
Langjähriger Direktor des Deutschen Polen-Instituts, Darmstadt

anschließend: Diskussion mit Moderation durch Dr. Magdalena Telus
Lehrbeauftragte für Polnisch an der Universität, des Saarlandes

ca. 20.00 Uhr: Ausklang der Veranstaltung


18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Carmen Oschmann

Telefon: 0681 - 906 26 - 21

Referent:

Dr. Ernst Hillebrand

Politikwissenschaftler, Büroleiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Warschau. Seit 1990 in verschiedenen Funktionen für die Stiftung tätig, u. a. als Referatsleiter der Internationalen Politikanalyse, des Referats für Mittel- und Osteuropa sowie als Leiter der Büros in Paris, London und Rom

Referent:

Prof. Dr. Dieter Bingen

Langjähriger Direktor des Deutschen Polen-Instituts, Darmstadt (März 1999 bis September 2019), Forschungsschwerpunkte: Polnische Zeitgeschichte und Politik, Politisches System Polens, Religion und Kirche in Polen nach 1945, Polnische Außen- und Sicherheitspolitik, Politische Systeme und Systemtransformation in Ost-, mittel- und Südosteuropa, Deutsch-polnische Beziehungen, Integrationspolitik in Europa

In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Rheinland-Pfalz/Saarland

Friedrich-Ebert-Stiftung