1968 in Osteuropa

Das Jahr 1968 markierte eine Zäsur in der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. In seinem Vortrag wird Alexander Friedman zunächst die Entstehung und Entwicklung der 1968er-Bewegung in den USA und in Westeuropa beleuchten. Anschließend soll die ambivalente Rezeption der westeuropäischen 1968er-Bewegung in der Sowjetunion, in der DDR, in Rumänien, Bulgarien sowie in Ungarn im Mittelpunkt stehen.

Und nicht zuletzt richtet der Referent sein Augenmerk auf die studentischen März-Unruhen von 1968 in Polen und auf die antisemitische Kampagne, mit der die kommunistischen Machthaber auf die Proteste antworteten – sowie den „Prager Frühling“. Denn er gilt als das Sinnbild der 1968er-Bewegung in Osteuropa.

Referent:

Dr. Alexander Friedman

studierte Geschichte an der Staatsuniversität Weißrusslands sowie Neuere und Neueste Geschichte, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache an der Universität des Saarlandes, wo er 2009 promovierte. Er arbeitet u.a. am Forschungsprojekt „Widerstand im Rheinland 1933-1945“ sowie am Dokumentationsprojekt „Juden in Nazideutschland“ von Yad Vashem in Jerusalem mit. Weitere Lehraufträge bzw. Mitarbeitertätigkeiten in Forschungsprojekten und an Dokumentationen hatte und hat er an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, an der UdS, an der Universität Sciences Po Paris in Nancy oder am Fonds National de la Recherche Luxembourg inne. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die sowjetische Geschichte, die Geschichte der Juden in Osteuropa sowie der Nationalsozialismus.

20. August 2018
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Elena Steinmetz
Telefon: 0681 - 906 26 - 11

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