Die Antisemitenmacher

Wie die neue Rechte Kritik an der Politik Israels verhindert

Wer die israelische Politik kritisiert, wird schnell als Antisemit gebrandmarkt. Das gilt auch für eine Vielzahl von Juden. Abraham Melzer, Urgestein der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte, nimmt seit jeher kein Blatt vor den Mund, wenn es beispielsweise darum geht, die nunmehr 50 Jahre währende Unterdrückung der Palästinenser anzuprangern. Darüber hat er sich nicht nur mit seinem Jugendfreund Henryk M. Broder entzweit. Ohne die wahren Gefahren aus den Augen zu verlieren, wird er in seinem Vortrag zeigen, wie der Antisemitismus-Vorwurf missbraucht wurde und wird. Seine Kritik gilt dabei der bedingungslosen Unterstützung Israels durch die deutsche Politik und das jüdische Establishment hierzulande.

Im Rahmen der Veranstaltung gibt es einen Büchertisch der Buchhandlung St. Johann

Referent:

Abraham Melzer

ist in Israel aufgewachsen und lebt seit 1958 in Deutschland. Bis 2012 führte er den Joseph-Melzer-Verlag, den sein Vater gegründet hatte. Er verlegte zahlreiche Bücher sowie eine Zeitschrift zum Nahost-Konflikt. Abraham Melzer ist Mitglied in der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost. Zu seinen jüngsten Publikationen gehören u.a. der 2015 erschienene Band „Merkel erwache! Israel vor Gericht. Essays eines antizionistischen Juden“ sowie das dem Vortrag zugrunde gelegte Buch „Die Antisemitenmacher. Wie die neue Rechte Kritik an der Politik Israels verhindert“, das Michael Lüders „ein mutiges Buch zu einer längst überfälligen Debatte“ nannte.

04. Februar 2019
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21