Filmvorführung & Werkstattgespräch mit Marcel Ophüls

"Zwei ganze Tage – Wir wollen uns ein Luftschloss bauen"

Auch zur 40. Ausgabe begrüßt das Filmfestival Max Ophüls Preis mit Marcel Ophüls den Sohn seines Namensgebers und einen der bedeutendsten politischen Dokumentarfilmer unserer Zeit. Mehrfach ausgezeichnet (u.a. 1988 mit dem Oscar für HOTEL TERMINUS) hat er mit seinen komplexen und kongenial montierten Filmdokumenten immer wieder den Diskurs insbesondere zur Auseinandersetzung mit der Nazi-Diktatur befeuert.

Auf besonderen Wunsch von Marcel Ophüls zeigen wir in seiner Anwesenheit einen äußerst selten aufgeführten Spielfilm, den er 1970 für den Norddeutschen Rundfunk gedreht hat. ZWEI GANZE TAGE – WIR WOLLEN UNS EIN LUFTSCHLOSS BAUEN entstand nach der Theaterkomödie von Sacha Guitry und knüpft thematisch an den im vergangenen Jahr in diesen Räumen gezeigten Dokumentarfilm HUNDERT JAHRE OHNE KRIEG – DAS MÜNCHNER ABKOMMEN VON 1938 an. Vor dem Hintergrund dieses Abkommens nämlich spielt die Komödie, die Ophüls mit prominenter Besetzung umgesetzt hat. Zu sehen sind Sabine Sinjen, Ulli Lommel, Ernst Stankovski und Rolf Zacher.

Im Anschluss an den Film folgt das Werkstattgespräch mit Marcel Ophüls, der im November 2018 91 Jahre alt geworden ist. Die Moderation übernimmt Lutz Winde.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung erfolgt über das Filmfestival Max Ophüls Preis.

Kooperation mit dem Filmfestival Max Ophüls Preis und der Heinrich Böll Stiftung Saar.

Regisseur:

Marcel Ophüls

wurde 1927 in Frankfurt/Main als Sohn des berühmten Filmregisseurs Max Ophüls geboren. Er lebt als Filmemacher und Dokumentarfilmer in Frankreich. Seine filmischen Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er den Oscar für seinen Dokumentarfilm "Hotel Terminus" über den Kriegsverbrecher Klaus Barbie.

18. Januar 2019
17:30 Uhr

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Filmvorführung

Dr. Verena Paul
Telefon: 0681 - 906 26 - 24