Frankreich, Deutschland und der Versailler Vertrag von 1919

Der Versailler Vertrag fand in Frankreich und vor allem in Deutschland mehr Kritik als Zustimmung. Das wichtigste Ziel Frankreichs war Sicherheit vor dem als aggressiv empfundenen deutschen Nachbarn. Die Rheingrenze, die Frankreich forderte, konnte gegen den Widerstand des US-Präsidenten Wilson jedoch nicht durchgesetzt werden. Daher war die französische Seite nicht zu einer kompromissbereiten Durchführung des Vertrages bereit. Außerdem forderte Frankreich Reparationen, um den Wiederaufbau der stark zerstörten Gebiete zu finanzieren. Die Deutschen glaubten bis 1918 an einen Sieg und waren auf eine Niederlage nicht vorbereitet. Der Friedensvertrag wurde als umso härter und als ungerecht empfunden. Er stieß weithin auf erbitterte Ablehnung. Insofern erschwerte der Versailler Vertrag lange Zeit eine Aussöhnung der Kriegsgegner. Vor allem nutzten die nationalistischen Parteien den Vertrag zum Kampf gegen die Republik.

im Rahmen der Vortragsreihe 100 Jahre Versailler Vertrag / Schirmherrin: Catherine Robinet, Generalkonsulin der Republik Frankreich im Saarland

Referent:

Prof. i.R. Dr. Adolf Kimmel

studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Würzburg, der FU Berlin und an der Sorbonne und sowie am Institut d’Etudes Politiques in Paris. 1967 Promotion in Neuerer Geschichte an der FU Berlin. 1970 bis 1978 Assistent und Assistenzprofessor am Historischen Institut der Universität des Saarlandes. 1979 Habilitation für Politikwissenschaft an der UdS. Vertretungsprofessuren für das Fach Politikwissenschaft an den Universitäten Bochum, München und Würzburg. Professor für Politikwissenschaft an der Universität Würzburg sowie an der Universität Trier.

13. Februar 2019
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Dr. Verena Paul
Telefon: 0681 - 906 26 - 24