Soziale Ungleichheit und Protest in Deutschland und Frankreich

Deutschland und Frankreich gelten im internationalen Maßstab als vergleichsweise ähnliche, nämlich gut ausgebaute, ‚konservative‘ Wohlfahrtsstaaten. Auch das Ausmaß sozialer Ungleichheit liegt auf ähnlichem Niveau. Deutlich unterschiedlich sind jedoch die Protestkulturen, die man zugespitzt als ‚Sozialpartnerschaft‘ versus Massenmobilisierungen und ‚brennende Vorstädte‘ charakterisieren könnte. Wie lassen sich diese Differenzen erklären? Im Vortrag werden aktuelle Strukturen sozialer Ungleichheit und sozialen Protests in Deutschland und Frankreich verglichen. Zudem geht es aber auch um deren Legitimationsweisen und symbolische Deutungsmuster.

 

In Kooperation mit Arbeitskammer, Lehrstuhl Professor Lüsebrink, Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt der UdS.

im Rahmen der Vortragsreihe Soziale Ungleichheit in Deutschland und Frankreich

Referentin:

Prof. Dr. Ingrid Artus

geb. 1967, studierte Soziologie, Neuere deutsche Literaturwissenschaften und Neuere Geschichte in Erlangen. Zwischen 1993 und 2009 forschte sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Technischen Universität München und am Institut de Recherches Economiques et Sociales in Noisy-le-Grand bei Paris zu diversen arbeits- und industriesoziologischen Themen. In Ihrer Habilitation analysierte Ingrid Artus die Interessenvertretung von Beschäftigten in prekären Erwerbsbereichen im deutsch-französischen Vergleich. Seit 2010 ist sie Professorin für Vergleichende Gesellschaftsanalyse an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

24. September 2018
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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