Wer war der Mann hinter den Ostverträgen?

Der Lebensweg des Georg Ferdinand Duckwitz

Als am 7. Dezember 1970 Bundeskanzler Willy Brandt und Wladyslaw Gomulka, der Erste Sekretär der Polnischen Arbeiterpartei, den sogenannten „Warschauer Vertrag“ unterzeichneten, beobachtete im Hintergrund ganz bescheiden ein Mann die Szenerie. Doch in den Monaten zuvor hatte er unter Hochdruck federführend das Abkommen mit der polnischen Seite ausgehandelt: Georg Ferdinand Duckwitz, Staatssekretär im Auswärtigen Amt. Ohne Zweifel war dies ein weiterer Höhepunkt in der Karriere des deutschen Diplomaten, der bereits 27 Jahre zuvor bei der Rettung der dänischen Juden im Hintergrund agierend eine bedeutende Rolle gespielt hatte. In Deutschland ist er im Laufe der Jahre in Vergessenheit geraten. Dies ist umso verwunderlicher, da Duckwitz geradezu exemplarisch die Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts durchlebt hatte. Ein Grund, Leben und Wirken dieses Mannes in einem Vortrag näher zu betrachten.

Referent:

Dr. Dieter H. Kollmer

geb. 1964. Ausbildung zum Offizier des Heeres der Bundeswehr und Studium der Neueren und Neusten Geschichte sowie der Volkswirtschaftslehre in Freiburg, Basel und Dresden. Dozent für Militärgeschichte, Referent im Bundesministerium der Verteidigung und Mitherausgeber der Reihe „Wegweiser zur Geschichte“. Zurzeit ist er Leiter des Fachprojektes „Geschichte der Bundeswehr im Kalten Krieg“ am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam sowie Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam und der Universität der Bundeswehr in München. Außerdem ist er Mitglied des Beirats des Center for Koldkrigsstudier an der Syddansk Universitet (SDU) in Odense/Dänemark sowie der Wissenschaftskommission des österreichischen Bundesministers für Landesverteidigung und Sport.

08. Juli 2019
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Elena Steinmetz
Telefon: 0681 - 906 26 - 11