Vortrag Demokratie auf der Kippe

Die Corona-Krise und das Jahr der Entscheidung

2020 ist schon heute ein historisches Jahr. Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat für massive globale Verwerfungen gesorgt, von einem neuen Kalten Krieg ist bereits die Rede. Autokratien wie das Regime der chinesischen KP wurden zum Teil gestärkt, Demokratien wie die Vereinigten Staaten durch ihr Versagen geschwächt. Der Weltwirtschaft droht eine Krise, die jene von 1929 noch in den Schatten stellen dürfte, und die Europäische Union erlebt die größte Bewährungsprobe ihrer Geschichte. Damit wird das Verhältnis von Demokratie und Autokratie völlig neu verhandelt – global, europäisch und national. Während sich in den Demokratien soziale und ethnische Risse auftun, wirkt die autoritäre Versuchung: Die Herrschaft der Autokraten verheißt schnelle Lösungen, auch für die noch größeren Zukunftsherausforderungen, etwa die Klimakrise. Kurzum: Die Demokratie steht mehr denn je auf der Kippe. Noch ist nicht ausgemacht, welches System sich im 21. Jahrhundert durchsetzen wird. Wie also sieht sie aus, die Zukunft der Demokratie, in diesem Jahr der Entscheidung – kurz nach den Wahlen in den Vereinigten Staaten und ein knappes Jahr vor der nächsten Bundestagswahl. Das wollen wir analysieren und diskutieren.


18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Carmen Oschmann

Telefon: 0681 - 906 26 - 21

Referent:

Albrecht von Lucke

geb. 1967, studierte Rechtswissenschaft und Politologie in Würzburg und Berlin. Er lebt als Redakteur der Blätter für deutsche und internationale Politik (www.blaetter.de) in Berlin. Neben seiner Tätigkeit für die Blätter arbeitet Albrecht von Lucke für diverse andere Zeitungen sowie für den Rundfunk und das Fernsehen (u.a. als regelmäßiger Teilnehmer des ARD-Presseclubs oder von Talkshows wie Anne Will und Maybrit Illner). 2014 wurde er mit dem Lessing-Förderpreis für Kritik ausgezeichnet und 2018 erhielt er den Otto-Brenner-Preis in der Kategorie „Spezial“-Preis und wird damit „als Streiter für Liberalität, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie“ gewürdigt. Zu seinen Buchpublikationen zählen u.a. „68 oder neues Biedermeier: Der Kampf um die Deutungsmacht“ (2008), „Die gefährdete Republik: Von Bonn nach Berlin. 1949-1989-2009“ (2009) sowie „Die schwarze Republik und das Versagen der deutschen Linken“ (2017).

Albrecht von Lucke

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