Vortrag Fällt aus: Mehr geschadet als genutzt?

Eine kleine Geschichte unseres Verfassungsschutzes von 1950 bis zur Gegenwart

Das 1950 in Köln gegründete Bundesamt für Verfassungsschutz produziert seit den ersten Tagen seiner Arbeit regelmäßig kleinere und größere politische Skandale. Zu seinen zentralen Aufgaben gehören die Sammlung und Auswertung von Informationen über Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung sowie Spionageabwehr. Zusammen mit dem Bundesnachrichtendienst und dem Militärischen Abschirmdienst gehört das BfV zu den drei Nachrichtendiensten des Bundes. Ein vergleichbares Amt ist in anderen westlichen Demokratien nicht leicht zu finden. In seinem Vortrag wird Benjamin Lahusen die Arbeit des Verfassungsschutzes innerhalb der Architektur der Sicherheitsbehörden verorten und sich an einer kritischen Bilanz versuchen.

 

Gegenfalls wird ein neuer Termin bekanntgegeben.


18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Elena Steinmetz

Telefon: 0681 - 906 26 - 11

Referent:

Benjamin Lahusen

geb. 1979, studiert Rechtswissenschaften in Tübingen, Lausanne, Berlin (HU) und New York (Columbia). Er ist Doktorand am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt a. M. und seit 2015 Nachwuchsgruppenleiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte bilden Rechtsgeschichte und Rechtstheorie der Neuzeit. 2007 gründet er gemeinsam mit Rainer Maria Kiesow, Regina Ogorek und Dieter Simon die Zeitschrift Myops. Er schreibt Gastbeiträge für DIE ZEIT und ist seit 2017 Redakteur bei H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften. Zu seinen Publikationen gehören „Rechtspositivismus und juristische Methode. Betrachtungen aus dem Alltag einer Vernunftehe“ (2011) sowie „Alles Recht geht vom Volksgeist aus. Friedrich Carl von Savigny und die moderne Rechtswissenschaft“ (2012).

© Mirko Krenzel für VolkswagenStiftung