Filmvorführung Komödie ums Geld (1936)

Filmvorführung & Einführung

Zur 41. Ausgabe zeigen wir in Kooperation mit dem Filmfestival Max Ophüls Preis Max Ophüls' Film "Komödie ums Geld" aus dem Jahr 1936. Um was geht es? Brand (Herman Bouber) ist seit 25 Jahren Geldbote einer Bank und hat sich nie etwas zuschulden kommen lassen. Eines Tages verschwinden bei einem seiner Botengänge 500.000 Gulden. Da ihm keine Unterschlagung nachzuweisen ist, bleibt er zwar von einer Anklage verschont, nicht aber von der öffentlichen Diskreditierung. Als er bald keinen Ausweg mehr sieht und sich umbringen will, bekommt er aus heiterem Himmel den Direktorenposten bei einer Wohnungsbaugesellschaft angeboten, die durch Finanzspekulationen in die Insolvenz geraten ist. Denn ausgerechnet jetzt gilt Brand als besonders kreditwürdig, weil alle Welt glaubt, er habe die halbe Million auf die Seite geschafft und sei reich. Brand macht es sich in seinem neuen Leben bequem, bis das verschwundene Geld wieder auftaucht. 

"Elegant und sicher wird die Geschichte auf das Zelluloid geschrieben, das war bis jetzt im niederländischen Film unbekannt. Der Beginn mag zwar ein bisschen prätentiös wirken und ist wohl auch von der Dreigroschenoper inspiriert, doch bald ist man erfreut und überrascht, wie geschickt das Medium Film hier gebraucht wird. Es wimmelt von virtuosen kompositorischen Übergängen, von filmischen Rhythmen", schreibt das Rotterdamsch Nieuwsblad 1936.

Vor Filmbeginn wird Andréas-Benjamin Seyfert, Doktorand in Filmgeschichte und Urenkel unseres Namensgebers Max Ophüls, eine Einführung zum Film halten.

Der Eintritt ist frei. Die kostenfreien Tickets können an jeder Vorverkaufsstelle abgeholt werden.

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18:00 Uhr

Politische Akademie

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Heinz Melchior

Telefon: 0681 - 906 26 - 18

Regisseur:

Max Ophüls

geb. 1902 in Saarbrücken als Max Oppenheimer, gestorben 1957 in Hamburg. Er arbeitete ab 1920 unter dem Pseudonym Max Ophüls. Bis 1930 Theaterschauspieler und Regisseur in Stuttgart, Dortmund, Wuppertal, Breslau, Wien, Frankfurt, Berlin. Heirat mit der Schauspielerin Hilde Wall, Geburt des gemeinsamen Sohnes Marcel Ophüls. Ab 1931 Regieassistenz bei Anatol Litvak, erste Filmregien. 1933 Emigration nach Frankreich, Regiearbeiten u.a. in Frankreich, Italien oder den Niederlanden. 1938 französische Staatsbürgerschaft. 1941 Emigration in die USA, Tätigkeiten beim Rundfunk, als Drehbuchautor, Regisseur. 1949 Rückkehr nach Frankreich. Ab 1953 Hörspiele für den SWF Baden-Baden.

KOMÖDIE UMS GELD © Deutsche Kinemathek

Kooperation mit dem Filmfestival Max Ophüls Preis und der